der 18. Zusatzartikel zur Verfassung der Vereinigten Staaten, der am 16. Januar 1919 ratifiziert wurde, tritt genau ein Jahr später in Kraft – die Alkoholprohibition wird offiziell in den Vereinigten Staaten eingeführt.
Dadurch werden die Herstellung, der Verkauf und der Transport von berauschenden Flüssigkeiten (dabei handelt es sich um Getränke mit mehr als 0,5% Alkoholgehalt) innerhalb der Vereinigten Staaten gesetzlich untersagt.
Diese Prohibition, im Englischen auch “The Noble Experiment” (zu deutsch “Das ehrenwerte Experiment”) genannt, entstand unter dem Druck der damaligen Abstinenzbewegung, die durch Temperanzgesellschaften politisch und praktisch aktiv für ein drogenabstinentes Leben eintraten.
Die Prohibition erzielte jedoch nicht den gewünschten Erfolg, da u.a. wenig dafür geleistet wurde, um das Gesetz auch praktisch durchzusetzen. Da landesweit nur rund 2000 Prohibitionsagenten eingesetzt waren, stieg die illegale Produktion und Verbreitung rasant an, unter anderem durch Vertreter der Organisierten Kriminalität wie z.B. Giovanni “Johnny” Torrio oder Al Capone, die eine regelrechte Alkoholindustrie aufbauten, da durch das Verbot viel höhere Preise für Alkohol verlangt werden konnten. Der Vetrieb erfolgte oft über Speakeasys oder Flüsterkneipen, die in der Prohibitionszeit wie Pilze aus dem Boden schossen und ihren Namen dem Umstand verdanken, daß dort oft leise gesprochen wurde, damit die Außenwelt nichts von den Zechgelagen mitbekam.
Die Prohibition bzw. der 18. Zusatzartikel wurde schließlich mit dem 21. Zusatzartikel vom 20. Februar 1933 durch den Präsidenten Franklin D. Roosevelt aufgehoben. Die Auswirkungen werden kontrovers diskutiert, Befürworter führen die nachweisliche Verringerung des Alkoholkonsums und die z.B. damit gesunkene Zahl der Todesfälle durch Leberzirrhose positiv an, kritische Stimmen weisen auf den starken Anstieg der Kriminalität, insbesondere der organisierten Kriminalität hin.

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