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Der Axolotl – Regenerationsgenie unter den Salamandern

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Dezember 5, 2010 at 16:10
Axolotl
Creative Commons Licensephoto credit: edans

In der vergangenen Woche stiess der Besserwisser in einem Spiegel Online Artikel auf einen sehr interessanten Vertreter der Tierwelt, den Axolotl. Dieser putzige kleine Salamander, der leider in freier Wildbahn fast ausgestorben ist, ist ein wahrer Meister der Selbstheilung und in der Lage, Gliedmaßen, Organe und Teile des Herzens sowie Gehirns zu reproduzieren. Dies veranlasste Molekularbiologen, Amphibienexperten und Chirurgen, ein Zentrum zur Erforschung des Axolots an der Medizinischen Hochschule Hannover zu gründen.

Der Axolotl (Ambystoma mexicanum) ist ein im Wasser lebender, mexikanischer Schwanzlurch aus der Familie der Querzahnmolche (Ambystomatidae). Der Name dieses Salamanders hat seinen Ursprung in einer aztekischen Sprache (atl – Wasser, xolotl – Aztekengott) und bedeutet soviel wie Wassermonstrum oder Wasserpuppe. Der Axolotl wurde erstmalig 1804 durch Alexander Humboldt nach Europa gebracht und ihm Pariser Naturkundemuseum präsentiert.Der Axolotl ist wie bereits erwähnt in freier Natur fast ausgestorben, der natürliche Lebensraum beschränkt sich auf den Xochimilco-See sowie den Chalco-See nahe Mexiko-Stadt. Die Tiere präferieren kalte und sauerstoffreiche Gewässer und sind am Gewässergrund aufzufinden.
Eine Besonderheit der Axolotls ist die Neotonie, das heisst dass die Tiere nie richtig erwachsen werden da sie ihr komplettes Leben im Larvenstadium bleiben. Der Grund für die ausbleibende Metamorphose liegt an einem Schilddrüsendefekt: die für die Umwandlung erforderlichen Hormone werden nicht ausgeschüttet. Experimentelle Versuche, z.B. durch die künstliche Zugabe des Schilddrüsenhormons Thyroxin, haben eine Metamorphose zu einem lungenatmenden Querzahnmolch, der an Land lebt, ermöglicht.

Die weit grössere Besonderheit des Axolotl ist die Fähigkeit, sich selbst zu regenerieren. So kann der Axolotl neue Gliedmaßen, Organe und Teile des Gehirns sowie Herzens bilden. Diese neu geschaffenen Organe und Gliedmassen sind keine Verkrüppelungen, sondern komplett und voll funktionsfähig. Dies macht diesen kleinen Alleskönner zu einem begehrten Forschungsobjekt, wie z.B. am DFG-Forschungszentrum für Regenerative Therapien Dresden oder am Ambystoma mexicanum Bioregeneration Center Niedersachsen. Wissenschaftler aus aller Welt sind gespannt, ob der Axolotl den Schlüssel für ein langes Leben, ewige Jugend und lebenslange Gesundheit in sich trägt.

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